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UBV informiert sich über die Arbeitsmarktlage im Kreis Soest
ubv 12.03.16

Kreis Soest. Die Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt stand im Mittelpunkt der jüngsten Vorstandssitzung der SPD im Kreis Soest. Dazu erhielten die Sozialdemokraten Informationen aus erster Hand von Oliver Schmale, der seit 2014 der Agentur für Arbeit Meschede-Soest vorsteht. Wohlwollend nahm man dabei die Aussage von Agenturchef Schmale auf, dass die allgemeine positive Arbeitsmarktentwicklung im Land auch im Kreis Soest seinen Niederschlag findet.

„Die Belebung des Arbeitsmarktes, die sich erfahrungsgemäß im Frühjahr noch verstärken wird, zeigt sich in nahezu allen Bereichen“, berichtet Schmale, „die Zahl der Arbeitslosen im Kreisgebiet ist insgesamt rückläufig, gleichzeitig die Zahl der offenen Stellen steigend. Die Nachfragekurve nach qualifizierten Fachkräften geht insgesamt nach oben. Allein im Februar sind die neuen freien Stellen um 932 (+34,1 %) gegenüber dem Vorjahr angestiegen.“

Einen positiven Trend gibt es auch bei der Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung. Insgesamt ist hier die Arbeitslosigkeit um 8.5 % gesunken. Über die positiven Arbeitsmarkdaten hinaus erfuhren die Kreispolitiker, dass die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns auch im Kreis Soest keinesfalls dazu geführt habe, dass versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse abgebaut worden sind: „Die Zahlen sprechen eine andere Sprache“, so Schmale. Auch das neue Übergangsmanagement der rot-grünen Landesregierung unter dem Titel „Kein Abschluss ohne Anschluss“ sei ein gutes Instrument, die demografischen Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt einerseits in die Griff zu bekommen und andererseits die Potentiale der jungen Schulabsolventen passgenau vor allem in das Duale Ausbildungssystem münden zu lassen. „Es ist unser Ziel“, so Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Marlies Stotz, „jedem Schulabgänger einen guten Start in das Berufsleben zu ermöglichen und dabei Brüche und lange Warteschleifen im Übergang von der Schule in den Beruf zu vermeiden.“ Begrüßt wurde die Entwicklung, dass sich zunehmend Ausbildungsbetriebe auch auf Jugendliche einlassen, die mehr Begleitung und Unterstützung benötigen, um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. „Hier ist ein Umdenken auf der Seite der Ausbildungsbetriebe erkennbar, was nicht zuletzt auch mit der demografischen Entwicklung und dem sich abzeichnenden Fachkräftebedarf zu tun hat“, so Oliver Schmale. Als aktuelle Herausforderungen nannte der Agenturchef neben der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit (Programme mit Unterstützung für Bewerber und Betriebe) insbesondere die Integration der neu Zugewanderten in den Arbeitsmarkt, wobei die Vermittlung der deutschen Sprache und Kompetenzfeststellung an erster Stelle stehen müsse.

Bildunterschrift: Wolfgang Hellmich MdB, Marlies Stotz MdL, UB-Vorsitzende, Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest

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