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Sozialdemokraten überrascht von der Ausbildungsbreite

Drei Bildungsgänge im Sozial- und Gesundheitswesen bietet das Berufskolleg im Stift Cappel an, über die sich seine Absolventen entweder zum Sozialassistenten mit gleichzeitiger Fachoberschulreife ausbilden lassen oder die Fachhochschulreife (Fachabitur) sowie die Allgemeine Hochschulreife (AHR) erlangen können. Mehr dazu wollten die Sozialdemokraten mit ihrer Quartierbegegnung „Was passiert eigentlich in Cappel“ erfahren, als sie dazu Martina Schaub zu einer Information in der von ihr seit knapp neun Jahren geleiteten Einrichtung begrüßte.

Bildungswege und Lehrinhalte
Mit Unterstützung eines Power-Point-Vortrages zeigte die aus dem nördlichen Hessen stammende und heute auch noch dort beheimatete Pädagogin („Ich bin eine Berufspendlerin“) ihren Besucherinnen und Besuchern, unter ihnen waren auch Bewohnerinnen und Bewohner der benachbarten Übergangseinrichtung für Geflüchtete und die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz, die verschiedenen Bildungswege und Lehrinhalte des staatlich anerkannten Berufskolleg der Sekundarstufe II auf. Die am 1. April 1964 als Pflegevorschule gestartete Institution befindet sich in der Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises Soest, St. Johannisstiftes Paderborn und Evangelischen Krankenhauses in Lippstadt. Der Trägeranteil der Aufwendungen umfasst sechs Prozent, stattliche 94 Punkte steuert die Landeskasse hinzu.
Ausbildungsgänge und Perspektiven
Überrascht waren einige der Teilnehmer der vom Cappeler Kreistagsmitglied Dr. Nils Duscha vorbereiteten SPD-Quartierbegegnung über die Breite der im Berufskolleg in der Cappeler Stiftsallee vermittelten Qualifikationen. Dazu gehört auch die Ausbildung zum Sozialassistenten, die in einer zweijährigen Vollzeitschule erfolgt und in die eine insgesamt 16wöchige Praxisphase in Einrichtungen der Altenhilfe, der Kinder- und Jugendarbeit, der Behindertenhilfe sowie im Sozialen Dienst integriert ist. Der zweite in Cappel angebotene Weg ist die „Höhere Berufsfachschule“, die auch auf zwei Jahre mit einem berufsbezogenen Lernbereich (Gesundheits-, Sozial- und Erziehungswissenschaften), einem berufsübergreifenden Sektor (Deutsch, Religion, Sport und Politik) sowie Differenzierungskomplex (Projektunterricht mit Schwerpunkt Pflege/Altenpflege und EDV) ausgerichtet ist. Mit der Erlangung des Fachabiturs haben ihre Prüflinge die Möglichkeit, ein Studium an einer Fachhochschule aufzunehmen. Die dritte in Cappel vorgehaltene Sparte ist das „Berufliche Gymnasium für Gesundheit“, die mit dem Vollabitur abschließt und drei Schuljahre umfasst, die gleichfalls in einem berufsbezogenen sowie einem berufsübergreifenden Lernzweig gegliedert sind.
Praktikantenbetriebe und Einzugsbereich
„Über 170 Praktikumsbetriebe arbeiten mit uns zusammen“, hob die Rektorin hervor. Diese Stätten befinden sich nicht nur im eigenen Landkreis Soest, sondern auch in den benachbarten Kreisen Gütersloh, Hochsauerland, Paderborn und Warendorf. Aus diesem Einzugsgebiet würden auch überwiegend die Schülerinnen und Schüler kommen, die ihre Bildungsstätte teils mit dem eigenen Auto und dem Öffentlichen Personennahverkehr erreichten. Die resolute Repräsentantin der Cappeler Berufsfachschule stellte auch „die vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit den anderen in der Region bestehenden Berufskollegs heraus. Ebenso vermittelte sie einen Überblick über die Anmeldezahlen für die bevorstehenden neuen Ausbildungsgänge. Anerkennung für ihre überzeugende Darstellung und gute Arbeit im Stift Cappel zollten der engagierten Schulleiterin Martina Schaub die aus der Lippstädter Sozialdemokratie erschienenen Mandatsträger, zu denen sich neben der Landes- und Kommunalpolitikerin Marlies Stotz, und dem Organisator des Treffens, Dr. Nils Duscha, auch die Ratsmitglieder Christine Goussis und Hans Zaremba eingefunden hatten.

Stift Cappel

Vermittelte ihren Gästen vielfältige Eindrücke: Die Schulleiterin des Cappeler Berufskolleg, Martina Schaub. Mit im Bild von links das Kreistagsmitglied Dr. Nils Duscha, der Ratsherr Hans Zaremba und die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz.

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