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Waldbrände, Unwetterereignisse und Wasserschadenslagen erfordern bessere Ausrüstung

Kreis und Feuerwehr geben Auskunft auf SPD-Anfrage zu Einsatz-Schwerpunkten

„Aufgrund der immer häufiger auftretenden Unwetterlagen und damit einer Verschiebung der Einsatzschwerpunkte macht es Sinn, über verbesserte Ausrüstungen nachzudenken und diese zu formulieren“. Mit diesen Worten antwortet die Kreisverwaltung auf eine Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion zu den Feuerwehreinsätzen im Bereich von Wald- und Flächenbränden im Gebiet des Kreises Soest im Jahr 2018. In der Initiative hatte der ordnungspolitische Sprecher der SPD, Erwin Koch, auf das immense Einsatzaufkommen der Feuerwehren in der hochsommerlichen Hitzephase hingewiesen und notwendige Optimierungen im Bereich der Technik angemahnt.

Grund genug für die Feuerwehren im Kreis, sich mit dieser Thematik und den vielen Einsatzszenarien im laufenden Jahr kürzlich bei der Klausurtagung auseinanderzusetzen, wie Kreisdirektor Dirk Lönnecke jetzt wissen lässt. Danach können begrenzte Schadensereignisse oftmals nur mit interkommunaler Zusammenarbeit gelöst werden. Hier sei es notwendig, vordefinierte Materialzusammenstellungen und Fahrzeuge mit vordefinierten Ausrüstungen für das bestimmte Szenario zu benennen.

Eine einheitliche Vorgehensweise im Kreis sei von allen Anwesenden als erforderlich angesehen worden, so der Kreisdirektor in seiner Antwort an die SPD-Fraktion. Um dieses System jedoch noch effektiver zu gestalten, sei empfohlen worden, die bei den Feuerwehren bereits vorhandenen Gerätewagen-Nachschub dementsprechend beladungstechnisch zu optimieren oder eben solche Fahrzeuge generell zu beschaffen.

Die Feuerwehren sehen sich nach Aussage der Kreisverwaltung zunehmend mit drei Themenschwerpunkten konfrontiert: einmal mit Wasserschäden durch Hochwasser und Starkregenereignisse, zum Zweiten mit Waldbrandbekämpfung und drittens mit Sturm und Orkanen. Man sei sich einig, dass Zusatzausrüstungen und verbesserte Rahmenbedingungen notwendig seien, um diese intensiven Einsatzszenarien bewältigen zu können.

Entsprechende konzeptionelle Vorschläge sollen von den Feuerwehren erarbeitet werden. Der Arbeitskreis Technik der

Feuerwehren des Kreises Soest habe demnach den Auftrag erhalten, eine Überprüfung der Ausrüstung Container-Wasserschäden vorzunehmen sowie eine zusätzliche Ausrüstung für die Waldbrandbekämpfung und ebenso auch für Sturmeinsätze zu erarbeiten.

Schließlich weist der Kreisdirektor in Abstimmung mit Kreisbrandmeister Thomas Wienecke in seiner Antwort auf die SPD-Initiative daraufhin, dass die Einsatzleitung mit Unterstützung des Krisenstabes bereits im Vorfeld hoher Waldbrandgefahr Kontakt zu den Forstbetrieben aufgenommen habe. So seien Gefahrenabwehrkarten in größerer Stückzahl von den Waldgebieten für die Feuerwehren, den Einsatzstab und den Krisenstab ausgedruckt worden. Zudem ließen sich die Waldgebiete, bedingt durch „Kyrill“, mittlerweise über ein befestigtes und weitverzweigtes sehr gutes Wegenetz befahren. Die einsatztaktischen Konzepte der Feuerwehen seien darauf abgestimmt und strukturell gleich organisiert.

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